Gesund­heits­vor­aus­set­zun­gen


Teil­nah­me­vor­aus­set­zun­gen 7Mind Pro­gramm

Pati­en­ten, bei denen psy­chi­sche oder phy­si­sche Vor­er­kran­kun­gen bestehen, soll­ten Rück­spra­che mit ihrem Arzt oder The­ra­peu­ten halten, bevor sie an diesem Pro­gramm teil­neh­men. Dieses ersetzt in keinem Fall eine erfor­der­li­che ärzt­li­che oder the­ra­peu­ti­sche Betreu­ung. Bei akut behand­lungs­be­dürf­ti­gen psy­chi­schen Erkran­kun­gen ist eine Teil­nahme am Kurs auch nach Rück­spra­che mit einem Arzt nicht mög­lich.

Diesem Pro­gramm liegt das Kon­zept von Acht­sam­keits­übun­gen und acht­sam­keits­ba­sier­ter Medi­ta­tion zugrunde. Diese Übungs­for­men sind am besten im Rahmen des MBSR (mind­ful­ness based stress reduc­tion) Pro­gramms unter­sucht, wes­halb sich die Teil­nah­me­vor­aus­set­zun­gen eben­falls nach den empi­risch unter­such­ten Vor­aus­set­zun­gen des MBSR-Pro­gramms rich­ten.

Das 7Mind Pro­gramm ist auf die Teil­nahme von Erwach­se­nen aus­ge­legt. Es ist ein gewis­ses Maß an Reflek­ti­ons­fä­hig­keit erfor­der­lich, sodass für Jugend­li­che und Kinder unter 16 Jahren die Teil­nahme nicht emp­foh­len wird. Andere acht­sam­keits­ba­sierte Pro­gramme können diese Gruppe besser bedie­nen und auf beson­dere Bedürf­nisse ein­ge­hen.

Beson­dere Vor­sicht bei der Ent­schei­dung über die Teil­nahme am 7Mind Pro­gramm sollte walten, wenn Sie eine der fol­gen­den Fragen mit Ja’ beant­wor­ten:

Akute psy­chi­sche Erkran­kun­gen:

Leiden Sie akut an einer mani­fes­ten Depres­sion?
Hatten Sie kürz­lich kon­krete Sui­zid­ge­dan­ken?
Ist bei Ihnen eine Psy­chose (wie Schi­zo­phre­nie oder Para­noia) dia­gnos­ti­ziert?
Ist bei Ihnen eine Neu­rose (wie Angst­stö­run­gen, Zwangs­stö­run­gen oder post­trau­ma­ti­schen Belas­tungs­stö­rung (PTBS)) dia­gnos­ti­ziert?
Leiden Sie unter dem Bor­der­line Syn­drom?
Neigen Sie zu Panik­at­ta­cken?

Kör­per­li­che Ein­schrän­kun­gen:

Sind Sie gene­tisch oder erfah­rungs­ge­mäß prä­dis­po­niert für epi­lep­ti­sche Anfälle?
Besteht auf­grund aktu­el­ler Umstände eine außer­or­dent­li­che kör­per­li­che Belas­tung (wie Che­mo­the­ra­pie)?

Wei­tere Ein­schrän­kun­gen:

Besteht eine akute Gefahr des Alko­hol- oder Dro­ge­na­busus?
Haben Sie noch keine Erfah­run­gen mit Medi­ta­tion gemacht und ste­cken aktu­ell in einem ver­ein­nah­men­den Lebens­um­bruch?

Bei akut behand­lungs­be­dürf­ti­gen psy­chi­schen Erkran­kun­gen han­delt es sich um abso­lute Aus­schluss­kri­te­rien. Wenn eine oder meh­rere der ande­ren oben genann­ten Ein­schrän­kun­gen zutref­fen, dann sollte vor Teil­nahme am 7Mind Pro­gramm ein Arzt oder The­ra­peut kon­sul­tiert werden, der fall­spe­zi­fisch und indi­vi­du­ell ent­schei­den kann, ob eine Teil­nahme an dem Pro­gramm kon­tra­in­di­ziert ist.

Soll­ten wäh­rend der Teil­nahme Zwei­fel ob der Beant­wor­tung der vor­an­ge­gan­ge­nen Fragen oder star­kes Unwohl­sein auf­tre­ten, sollte das Pro­gramm unter­bro­chen und ledig­lich nach Abklä­rung und in Beglei­tung von pro­fes­sio­nel­ler Unter­stüt­zung fort­ge­setzt werden.