Gast­bei­trag von Tanja Bischof­ber­ger

Hast du dir für dieses Jahr ein ganz bestimm­tes Ziel gesetzt? Damit meine ich nicht einen ober­fläch­li­chen Vor­satz, der nach dem Blick auf die Waage oder bei Atem­lo­sig­keit nach einem kurzen Spurt auf den Bus ent­steht. Nein, ich meine ein wirk­li­ches Ziel, das viel mehr mit deinem Innern zu tun hat, als du dir viel­leicht vor­stel­len kannst. Auf dem Weg zu diesem Ziel hast du die Gele­gen­heit, viel über dich her­aus­zu­fin­den und dich besser kennen zu lernen. Manch­mal ist gerade das viel wich­ti­ger, als am Ende das Ziel zu errei­chen.

Wenn du dein Ziel vor dem Start etwas genauer unter die Lupe nimmst, kannst du dich auf mög­li­che Hin­der­nisse bereits jetzt vor­be­rei­ten. Oder du ent­deckst auf einmal auch Nach­teile und Kon­se­quen­zen, an die du nicht gedacht hast. Es wäre schade, deine Zeit und deine Ener­gie in ein sol­ches Unter­fan­gen zu ste­cken. Nutze daher die Zeit, um erneut in dich zu gehen und her­aus­zu­fin­den, was dich wirk­lich moti­viert, ein bestimm­tes Ziel anzu­ge­hen. Die fol­gen­den sieben Fragen helfen dir bei deiner Ent­de­ckungs­reise:

1. Frage: Wie geht es dir gerade?
Nimm ein­fach einmal wahr, wie du dich jetzt in diesem Moment fühlst. Gibt es Span­nun­gen in deinem Körper, drehen dir oft die glei­chen Gedan­ken im Kopf? Über­lege dir auch, welche Erfah­run­gen und Ereig­nisse in diesem Jahr zu deinem momen­ta­nen Befin­den geführt haben. Wofür bist du dank­bar? Was ist noch nicht abge­schlos­sen und for­dert deine Auf­merk­sam­keit?

Es mag für dich unge­wöhn­lich sein, ganz in der Gegen­wart zu sein, anstatt gleich zu Beginn Zukunfts­pläne zu schmie­den. Doch dieser Moment im Hier und Jetzt wird es dir erst mög­lich machen zu erken­nen, was du wirk­lich willst.

2. Frage: Was ruft dich?
In der Stille hörst du, wie dir deine innere Stimme oder deine Intui­tion etwas ganz Bestimm­tes sagen will. Viel­leicht hilft es dir, wenn du dir diese Frage stellst und dabei die Flamme einer Kerze betrach­test oder ein schö­nes Bild. Schrei­ben, malen oder andere krea­tive Aus­drucks­for­men können eben­falls ein Sprach­rohr deines Her­zens sein. Was soll dir im kom­men­den Jahr zu einem Anlie­gen werden, für das du bereit bist Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men? For­mu­liere nun dein Ziel!

3. Frage: Wer ist an deiner Seite?
Ein Ziel alleine errei­chen zu wollen, kann durch­aus seinen Reiz haben. Du willst dein Umfeld mit deinem Erfolg über­ra­schen oder aber im Stil­len ein mög­li­ches Schei­tern ver­ar­bei­ten, ohne jeman­dem davon erzäh­len zu müssen. Es geht auch nicht darum, die ganze Welt über dein Vor­ha­ben zu infor­mie­ren. Suche dir Men­schen, die sich viel­leicht das glei­che Ziel gesetzt haben oder dieses schon erreicht haben und dir wert­volle Tipps geben können. Deine Lieb­lings­men­schen soll­test du unbe­dingt ein­wei­hen. Sie werden für dich da sein, dich moti­vie­ren oder trös­ten.

4. Frage: Was ist dein erster Schritt?
Die alt­be­kann­ten Vor­sätze lauten meis­tens: Ab jetzt für immer“. Das sind grosse Worte, die auch ein biss­chen Angst ein­flös­sen können. Was du jetzt brauchst, ist zu wissen, wie du über­haupt star­ten sollst. Natür­lich ist es schön, dir in deinen Gedan­ken detail­liert aus­zu­ma­len, wie du dies oder jenes ange­hen und meis­tern willst. Über­lege dir für deinen Weg zum Ziel einen kon­kre­ten ersten Schritt. Dieser Schritt soll dir signa­li­sie­ren: Jetzt bin ich gestar­tet, jetzt geht’s los!“. Das kann ein klei­nes Ritual sein, manch­mal hilft sogar das bewusste Über­que­ren einer Brücke.

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7Mind kos­ten­los star­ten


5. Frage: Wie gehst du mit Hin­der­nis­sen um?
Ver­su­che her­aus­zu­fin­den, was dir alles auf deinem Weg zum Ziel begeg­nen könnte. Gibt es Per­so­nen oder Situa­tio­nen, die dich von deinem Vor­ha­ben abbrin­gen würden? Rufe deine bis­he­ri­gen Erfah­run­gen ab, du kennst dich selbst am besten.

Über­lege dir, was dir in sol­chen Kri­sen­pha­sen helfen wird und erstelle dir eine Erste-Hilfe-Box: Wen könn­test du anru­fen, wenn du eine Auf­mun­te­rung brauchst? Schreibe auf einen Zettel die Auf­for­de­rung, ein­fach in die Stille zu gehen. Gibt es ein Buch mit moti­vie­ren­den Texten? Welche Musik tut dir gut? Manch­mal hilft auch ein Lieb­lings­duft oder ein Schaum­bad. Es darf durch­aus auch Scho­ko­lade in die Box. Füge lau­fend Dinge hinzu, die dir guttun. Wenn du dich dann mitten im Gefecht befin­dest, holst du dir Unter­stüt­zung aus deiner Kiste.

6. Frage: Woran erkennst du, dass du am Ziel bist?
Das mag für dich eine selt­same Frage sein. Doch es ist wie bei der 4. Frage: Werde ganz kon­kret. Allein ein Ziel anzu­pei­len wird dich nicht die ganze Stre­cke lang moti­vie­ren. Du soll­test eine deut­li­che Vor­stel­lung davon haben, wie du sein wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wirst du etwas tun können, was dir im Moment noch nicht mög­lich ist? Was wird an und in dir anders sein, als jetzt? Bringe dein Ziel direkt in Bezug auf dich per­sön­lich. Dieses klare innere Bild von dir, wird dir auf deinem Weg helfen.

7. Frage: Wie wird dein Leben sein, wenn du das Ziel erreicht hast?
Es spielt keine Rolle, ob du dir ein gros­ses oder klei­nes Ziel gesetzt hast. So oder so durch­lebst du auf einem sol­chen Weg immer eine per­sön­li­che Ent­wick­lung. Du wirst nicht mehr die­selbe Person sein, wie du es vor dem Start warst. Da du auch Teil einer Gemein­schaft bist, beein­flusst das ebenso dein Umfeld. Dein Blick auf All­täg­li­ches wird sich unter Umstän­den ver­än­dern. Die Frage ist hypo­the­tisch, aber nicht weni­ger span­nend: Wie werden dich deine Freunde und deine Fami­lie sehen, wenn du dein Ziel erreicht hast? Woran werden sie deine Ver­än­de­rung erken­nen? Wie wird dein neuer Alltag sein?

Wie stehst du nun zu deinem Jah­res­ziel? Die sieben Fragen werden dich nicht vor unvor­her­ge­se­he­nen Zwi­schen­fäl­len bewah­ren. Aber wie bei einer Wan­de­rung kann eine gute Vor­be­rei­tung wesent­lich zum Erfolg bei­tra­gen. Den­noch beginnt jede Reise erst mit dem ersten Schritt. Und den kannst du gehen, indem du voller Zuver­sicht, Moti­va­tion und Freude das neue Jahr emp­fängst.

Zur Auto­rin: Tanja Bischof­ber­ger ist Coach und Intui­ti­ons-Trai­ne­rin. Durch mehr­jäh­rige Schu­lung wurde ihr bewusst: Jeder Mensch kann die Wahr­neh­mung der Intui­tion trai­nie­ren. Und damit mehr Gelas­sen­heit und Zufrie­den­heit ins Leben brin­gen. In ihrer Praxis beglei­tet sie ihre Kli­en­ten mit der sys­te­mi­schen Hel­den­reise zu ihren Zielen und durch anste­hende Ver­än­de­run­gen, mit einem Fokus auf das Thema Intui­tion.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Mit Acht­sam­keits­trai­ning den eige­nen Bedürf­nis­sen näher kommen:
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(Bild­quelle: (link: https://​uns​plash​.com/​@​r​a​w​pixel text: raw­pi­xel) auf Uns­plash)

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