Gast­bei­trag von Anika Bors

Wuss­test du, dass Schuld­ge­fühle dafür ver­ant­wort­lich sein können, dass wir die fal­schen Ent­schei­dun­gen tref­fen, wenn es ums Essen geht? Oft lassen wir uns näm­lich so sehr von der Sorge um die Gewichts­zu­nahme leiten, dass wir keinen klaren Gedan­ken mehr fassen können. Dabei könn­ten wir die ganze Sache doch auch ent­spannt ange­hen. Genuss­vol­les und acht­sa­mes Sün­di­gen” ist näm­lich gar kein Pro­blem, wich­tig ist nur die Balance. Denn wer beim Schlem­men Genuss und Ver­nunft im Gleich­ge­wicht hält, bleibt auch ins­ge­samt ent­spann­ter und glück­li­cher.

Wenn du dir etwas gönnen willst, dann ist es wich­tig, es ganz bewusst zu tun. Genieße die Scho­ko­lade, den Kuchen oder was dein Herz gerade begehrt. Erin­nere dich ein­fach immer wieder daran, dass es okay ist, auch mal zuzu­schla­gen. Dabei können dir Sätze wie Ja, ich esse etwas Unge­sun­des, aber es tut mir gerade ein­fach gut“ oder Hey, ich ent­scheide mich in diesem Moment ganz bewusst dafür“, helfen. Du darfst dich gut dabei fühlen, bleibe also voll und ganz in deinem Genuss­mo­ment und zele­briere jeden Bissen. 

Schuld­ge­fühle adé
Die eige­nen Schuld­ge­fühle können im schlimms­ten Fall sogar die Ver­dau­ung beein­flus­sen. Das klingt viel­leicht merk­wür­dig, aber unsere Gedan­ken schla­gen im wahrs­ten Sinne des Wortes auf den Darm. In der Folge fühlt man sich auf­ge­bläht oder isst sogar weiter, obwohl man bereits gesät­tigt ist. Es kann schwer sein, diesen Teu­fels­kreis zu durch­bre­chen. Des­halb ist es so wich­tig, dass du Schuld­ge­fühle bei­sei­te­räumst und durch acht­sa­men Genuss dazu bei­trägst, dass dein Darm nicht zusätz­lich belas­tet wird. 

Schaffe den Aus­gleich
Wenn du dich gene­rell gesund ernährst, dann wird es dir deine Ver­dau­ung auch an Schlem­mer­ta­gen danken. Mein Tipp: An Fei­er­ta­gen kannst du zum Bei­spiel ver­su­chen, trotz­dem ein paar gesunde Lebens­mit­tel in deine Mahl­zei­ten zu inte­grie­ren. Wie wäre es mit einem grünen Smoot­hie zum Start in den Tag? Ein grüner Smoot­hie ent­hält viele Mikro­nähr­stoffe, Anti­oxi­dan­tien, Enzyme, Vit­amine, Mine­ral­stoffe und Bal­last­stoffe. Und er spen­det dir gesunde Ener­gie, von der du den ganzen (Feier-)Tag über pro­fi­tie­ren kannst. 

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Wir sind mehr als das, was wir essen!

Selbst­liebe zu leben ist gar nicht so ein­fach, vor allem wenn es um unsere Ess­kul­tur geht. Schuld­ge­fühle für das, was wir essen, schei­nen tief in uns ver­wur­zelt und werden durch unrea­lis­ti­sche Diät­pro­gramme und ver­zerrte Rea­li­tä­ten auf Social Media weiter befeu­ert. Es gibt jedoch eine gute Nach­richt: Wir sind mehr als das, was wir essen! 

Dich auf­ge­bläht zu fühlen oder stän­dig zu denken, du hät­test ein paar Gramm zuge­nom­men, defi­niert garan­tiert nicht, wer du wirk­lich bist. Mache dir bewusst, was dich als Mensch und Person aus­macht, das kann eine ver­zerrte Per­spek­tive schnell wieder ins Gleich­ge­wicht brin­gen. Gerade wenn du mit Freun­den, der Fami­lie oder Kol­le­gen isst, kannst du ver­su­chen, dich mehr auf den mensch­li­chen Aus­tausch zu kon­zen­trie­ren und so die Gedan­ken ums Essen leich­ter los­las­sen. All diese Men­schen sitzen mit dir an einem Tisch, weil sie dich als Person schät­zen und nicht, weil du das halbe Stück Kuchen auf dem Teller liegen lässt.

Arbeite bewusst an deiner Selbst­für­sorge
Wenn du mal wieder sehr kri­tisch mit dir umgehst, soll­test du in einem nächs­ten Schritt unbe­dingt lernen, dich in Selbst­für­sorge zu üben. Selbst­für­sorge ist eine wich­tige Fähig­keit, die wir vor allem dann brau­chen, wenn wir uns selbst ver­zei­hen wollen. Egal, was diese Woche auf deinem Teller landet: Ver­ur­teile dich nicht dafür! Du bist nur ein Mensch und Genuss gehört ein­fach zum Leben dazu. Wenn du diese Ein­stel­lung in dein Leben inte­grierst, wirst du dich auto­ma­tisch aus­ge­gli­che­ner fühlen. 

Über die Auto­rin: Anika Bors ist Ernäh­rungs­coach und Host des Pod­casts Avo­cado Radio. Sie liebt grüne Smoot­hies, Frei­heit, Men­schen und das Reisen. Als Ernäh­rungs­coach hilft sie ande­ren, nicht auf der Stre­cke zu blei­ben und mehr Ener­gie und Lebens­freude in ihr Leben zu brin­gen. Ihre Mis­sion dabei ist es, mehr Liebe und Posi­ti­vi­tät in diese Welt zu tragen, um den Men­schen ein Lächeln ins Gesicht zu zau­bern.


Den eige­nen Körper spüren mit Medi­ta­tion:
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