Von Miriam Stro­pel

Was Kinder anders machen

Wenn wir Kinder beim Spie­len beob­ach­ten, scheint es, als würden sie alles um sich herum ver­ges­sen. Mit ihrer Lebens­freude und Neu­gierde sind sie abso­lut prä­sent im Moment und tun ein­fach das, worauf sie gerade Lust haben. Dabei lassen sie ihren Emo­tio­nen freien Lauf: Stol­pert ein Kind, fängt es an zu weinen, aber ein paar Minu­ten später ist der Schmerz auch schon ver­ges­sen und es wird aus tiefs­tem Herzen gelacht. Und das nicht zu selten: Stu­di­en­er­geb­nis­sen zufolge lachen Kinder bis zu 400 Mal am Tag, Erwach­sene nur 15 Mal. Wann haben wir ver­lernt, die Dinge mit kind­li­cher Leich­tig­keit zu nehmen?

Je älter wir werden, desto mehr Erfah­run­gen machen wir. Beson­ders nega­tive Erleb­nisse, die uns ver­letzt haben, sorgen dafür, dass wir Ängste ent­wi­ckeln. Viele Erwach­sene sind des­halb geplagt von stän­di­gen Grü­be­leien, zum Bei­spiel dar­über, was andere Men­schen von ihnen denken könn­ten. Außer­dem tragen sie eine grö­ßere Ver­ant­wor­tung für ihr Leben – Kinder müssen sich noch keine Gedan­ken dar­über machen, ob sie mit ihrem Job genug ver­die­nen, um die Miete bezah­len zu können. Bei Ent­schei­dun­gen hören die Großen meist auf ihre Ver­nunft, wäh­rend Kinder aus dem Bauch heraus ent­schei­den. Kurzum: Kin­dern fällt es leich­ter, das Leben im Hier und Jetzt zu genie­ßen. Was kannst du tun, um dich wieder so zu fühlen wie früher, als du klein warst?

Begeis­te­rung leben

Ver­su­che einmal, deine kind­li­che Neu­gierde wieder zu spüren. Kinder emp­fin­den oft eine starke Bewun­de­rung für die klei­nen Dinge im Leben. Sie brau­chen nicht viel, um glück­lich zu sein – manch­mal reicht auch schon ein Mari­en­kä­fer und sie kommen aus dem Stau­nen nicht mehr heraus. Ihr Inter­esse und Wis­sens­durst scheint gren­zen­los zu sein: Wie weit ist der Mond ent­fernt? Wieso ist das Meer blau und wie funk­tio­niert eigent­lich ein Auto? Betrachte die Welt aus Kin­der­au­gen und sauge mit allen Sinnen auf, was dir begeg­net. Nimm den Geruch einer Blume wahr und erfreue dich an ihrer Schön­heit. Lass dich von deinen Mit­men­schen fas­zi­nie­ren, frage sie nach ihrem Leben und höre inter­es­siert zu, was sie dir erzäh­len. So stärkst du die wun­der­ba­ren Gefühle der Ver­bun­den­heit und Acht­sam­keit, die du als Kind so inten­siv gespürt hast. 

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Alte Inter­es­sen wie­der­ent­de­cken

Erin­nere dich daran, wer du damals warst. Gehe in dich und mache eine Zeit­reise in die Ver­gan­gen­heit. Was hast du als Kind beson­ders gerne gemacht? Gab es ein bestimm­tes Hobby oder Inter­es­sen, die du mitt­ler­weile ver­nach­läs­sigt hast? Was konn­test du beson­ders gut? Was war dein Lieb­lings­ort und dein Lieb­lings­es­sen? Viele Dinge, die uns früher Freude berei­tet haben, werden dies auch heute noch tun. Viel­leicht hast du gerne gemalt, musi­ziert oder Geschich­ten geschrie­ben. Um dir deine Kind­heit besser ins Gedächt­nis zu rufen, kann es helfen, einen Blick in alte Tage­bü­cher oder Foto­al­ben zu werfen. Deine Eltern und Ver­wand­ten können dir sicher­lich auch viel dar­über erzäh­len, was dich früher aus­ge­macht hat. Zum Glück kannst du vieles davon auch heute wieder in dein Leben rufen!

Wir haben für dich ein paar Vor­schläge für Akti­vi­tä­ten gesam­melt, bei denen du dich wieder wie ein Kind fühlen wirst:

1. Baue eine Sand­burg im nächs­ten Urlaub
2. Bastel dir deinen eige­nen Schmuck
3. Sieh dir deine alten Lieb­lings­kin­der­filme und –Serien an
4. Gehe Schau­keln auf dem Spiel­platz
5. Besu­che einen Ver­gnü­gungs­park
6. Ver­an­stalte eine Pyja­ma­party mit Kis­sen­schlacht
7. Tanze und singe in deinem Zimmer
8. Mache einen Spie­le­abend
9. Besorge dir einen Tusch­kas­ten und werde krea­tiv
10. Koche dein Lieb­lings­es­sen aus deiner Kind­heit
11. Gehe Tram­po­lin Sprin­gen
12. Decke dich mit den Süßig­kei­ten ein, die du am liebs­ten moch­test
13. Kuschel dich in dein Bett lau­sche einem Hör­spiel zum Ein­schla­fen

Viel­leicht soll­ten wir das Leben nicht zu ernst nehmen und den Kopf öfters mal aus­schal­ten. Auch, wenn es manch­mal gar nicht so ein­fach ist und wir uns zu sehr mit unse­rer Erwach­se­nen­rolle iden­ti­fi­zie­ren – Das Kind steckt in jedem von uns! Wir müssen uns nur selbst erlau­ben, es öfter zu zeigen.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Bild­quelle: Jared Sluy­ter auf Uns­plash

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