Oh du Stressige: Mit Achtsamkeit entspannt durch die Feiertage


Weihnachten. Alle Jahre wieder die Zeit der Besinnlichkeit, der inneren Einkehr und der Harmonie – oder aber: Stress pur. Was machen entspannte Menschen zu Weihnachten anders? Und was kann man von ihnen lernen?

Berlin, den 30.11.2016 – Der erste Advent hat es besiegelt: Jetzt steht Weihnachten unausweichlich vor der Tür. Für viele Menschen leider kaum Anlass zur Vorfreude, sondern der Beginn einer echten Stressphase. Einkäufe, Termine, Weihnachtsfeiern, Reisen über Reisen, und dann auch noch die Familie. Doch für manche geht es auch ganz entspannt. Wo liegt der größte Stress zur Weihnachtszeit, und was machen diejenigen anders, die gelassen durch die Feiertage kommen?

Stressfaktor Nummer eins: Der Konsumzwang

Die Meditations- und Achtsamkeits-Community 7Mind hat Zugang zu einer außergewöhnlich gelassenen Nutzergruppe und diese Menschen befragt, wie sie mit der Weihnachtszeit umgehen. Im Rahmen der Umfrage beantworteten ca. 2.000 Nutzer einen Fragebogen zu ihrem Stressempfinden um die Weihnachtszeit, zu ihrem Umgang mit dem Stress und ihren persönlichen Tipps für entspannte Feiertage.

Stressfaktor Nummer eins für die Befragten, und zwar mit deutlichem Abstand: Der Konsumzwang (35%). Auf Platz zwei folgte der eigene Perfektionsanspruch mit fast zwanzig Prozent. Der Termindruck zu den Feiertagen wurde an dritter Stelle genannt (ca. 13%). Einsamkeit belastet nur ca. 7% der Nutzer (wobei zu berücksichtigen ist, dass rund zwei Drittel der Befragten verheiratet oder in einer Beziehung waren). Streit in der Familie rangierte mit etwa 5% an letzter Stelle.

Die besten Tipps für entspannte Feiertage

Die zwei beliebtesten Tipps gegen den Weihnachtsstress überraschen wenig: „Wir schenken uns weniger“, sagten über fünfzig Prozent der Befragten, „Wir machen ein einfaches Essen“ rund 35 Prozent. Doch fast dreißig Prozent nutzen auch Achtsamkeitsübungen für mehr Gelassenheit, und einige haben ganz individuelle Tipps und Tricks für entspannte Feiertage.
Gegen den Konsumstress empfahlen einige, schon übers Jahr gut zuzuhören und Geschenkideen zu sammeln. Ein weiterer Tipp war, nur den Kleinen etwas zu schenken und unter Erwachsenen einfach die gemeinsame Zeit zu genießen. Oder: „Zeit schenken“ statt Dinge.

Den Perfektionsanspruch zum Fest bewältigen manche, indem sie offen über Erwartungen sprechen, diese wo nötig herunterschrauben, die Aufgaben aufteilen und gemeinsam Spaß an der Vorbereitung haben. Die besten Tipps gegen den Termindruck: Eigene Rituale erfinden, anstatt sich den üblichen Vorgaben zu beugen. Oder zum Beispiel aus der einen oder anderen Weihnachtsfeier ein Neujahrsfest machen, das etwas Abwechslung in den grauen Januar bringt.

Achtsamkeit und Meditation für mehr Gelassenheit

Alle Befragten hatten zumindest Berührungspunkte mit dem Thema Achtsamkeit, also Übungen zur Stressreduktion, in denen man sich ganz auf den Moment fokussiert, wie beispielsweise Meditation. Dreißig Prozent der Befragten meditieren mehrmals pro Woche, 16,5 Prozent täglich.

Studien zufolge (z. B. Rosenkranz et al. 2013) senkt Meditation das Stressempfinden merklich, und diese Tendenz war auch in der Befragung festzustellen. Ihr aktuelles Stresslevel zur Weihnachtszeit gaben die Befragten in der Selbsteinschätzung mit durchschnittlich 2,66 von 5 Punkten an (also „kaum“ bis „mittel“). Ihr Stresslevel vor Meditation mit im Schnitt 3,23 (also „mittel“ bis „hoch“) – eine Veränderung von rund zwanzig Prozent. Besonders deutlich war der Effekt bei den täglich Meditierenden.

Eine Frage der Einstellung

Auch andere Achtsamkeitsübungen können Entspannung in die Weihnachtszeit bringen. Einige der Befragten führen zum Beispiel ein Dankbarkeits- oder Glückstagebuch. Auch die Fähigkeit, kleine Momente zu genießen – wie das Anzünden einer Kerze, die Vorfreude vor dem Öffnen des Adventskalenders oder ruhige Zeit mit der Familie – trägt zu Glück und Gelassenheit bei.

Gegen mögliche Konflikte gab es einen besonders schönen Tipp: „Die Einstellung zu den Menschen. Jeder Mensch will doch einfach nur geliebt werden“, lautete eine Antwort. Auch zur Weihnachtszeit.

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