Von Miriam Stro­pel

Zu wel­cher Sorte Mensch gehörst du? Bleibst du mor­gens solange wie mög­lich im Bett, betä­tigst drei Mal die Snooze-Taste und hetzt dann ins Bad, bevor du mit einem Coffee-to-go das Haus ver­lässt? Oder stehst du gerne etwas früher auf, erle­digst alles ohne Eile und genießt die Ruhe vor dem hek­ti­schen Alltag?

Zuge­ge­ben, ich gehörte auch zur ersten Sorte. Das kusche­lige Bett zu ver­las­sen, stellte immer eine große Her­aus­for­de­rung dar. Auch jetzt gibt es noch viele Tage, wo ich lieber etwas länger schlafe, wenn mir danach ist. Aber so oft wie mög­lich ver­su­che ich nun, bewuss­ter in den Tag zu star­ten. Ich habe gemerkt, dass es so viele posi­tive Aus­wir­kun­gen auf Körper, Geist und Seele hat.

Was steckt hinter dem Mira­cle Morning“?

Wer posi­tiv gestimmt den Tag beginnt, wird dieses Gefühl höchst­wahr­schein­lich bis zum Abend bei­be­hal­ten und seine Auf­ga­ben moti­vier­ter ange­hen. Dabei bietet sich eine per­sön­li­che Morgen-Rou­tine an, die natür­lich jeder­zeit vari­iert werden kann. Sehr inspi­riert hat mich das Buch The Mira­cle Morning“ von Hal Elrod, das mir eine gute Freun­din (sie hat hier dar­über berich­tet!) aus­ge­lie­hen hat. Er beschreibt, wie man mit 6 ver­schie­de­nen Gewohn­hei­ten am frühen Morgen sein ganzes Leben posi­tiv ver­än­dern kann. Wer skep­tisch ist, sollte unbe­dingt die Rezen­sio­nen lesen. Es ist unglaub­lich, wie viele Leute durch das Umset­zen eines Mira­cle Morning erfolg­reich ihre Ziele erreicht haben und sich wei­ter­ent­wi­ckeln konn­ten.

Es kann am Anfang natür­lich sehr schwer sein, aus seiner alten Rou­tine aus­zu­bre­chen und den Wecker min­des­tens eine Stunde früher als gewöhn­lich zu stel­len. Aber wie alles im Leben dürfte es nach ein paar Wochen ohne Pro­bleme funk­tio­nie­ren, wenn du dich daran gewöhnt hast. Es muss meiner Mei­nung nach auch nicht um 5 Uhr mor­gens sein, haupt­sa­che, du nimmst dir genug Zeit, um deine Rituale in Ruhe durch­zu­füh­ren. Viel­leicht star­test du mit nur einem Mir­cale Morning pro Woche, das ist auch okay!

Ich möchte dir ver­schie­dene Akti­vi­tä­ten vor­stel­len, die sich ein­fach umset­zen lassen und sehr viel aus­ma­chen können. Je mehr Zeit du hast, desto mehr ver­schie­dene Dinge kannst du natür­lich machen. Oder du kon­zen­trierst dich auf ein bis zwei Mor­gen­ri­tuale, die du dafür jeweils etwas länger durch­führst.

Wenn du rich­tig von der Rou­tine pro­fi­tie­ren willst, soll­test du das Smart­phone bis zum Ende nicht in die Hand nehmen (Aus­nahme: Medi­ta­ti­ons­apps und Pod­casts). Mails und Social Media che­cken, Nach­rich­ten lesen etc. sorgt für unnö­ti­gen Stress und dafür ist am rest­li­chen Tag auch noch genug Zeit. Der Morgen gehört ganz allein DIR! Lass die Außen­welt ruhen.

1. Medi­tie­ren

Wer den Morgen mit einer Medi­ta­tion beginnt, wird ent­spannt und mit neuer Ener­gie in den Tag star­ten. Der Zeit­punkt ist dafür opti­mal, denn in der Regel sind wir unge­stört, unser Kopf ist noch nicht voll mit Gedan­ken und Sorgen und laut einer Studie sind der Morgen und der Abend die besten Medi­ta­ti­ons­zei­ten. Mor­gens wird die Grund­stim­mung des Tages fest­ge­legt. Am besten star­test du die Übung nicht im Bett, da sonst schnell die Gefahr besteht, wieder ein­zu­schlum­mern. Setze dich auf einem Stuhl oder Sofa in einer auf­rech­ten Hal­tung für 10 – 20 Minu­ten hin und atme bewusst ein und aus. Ver­su­che, in deinen Körper hin­ein­zu­spü­ren. Was fühlt sich viel­leicht noch ange­spannt an? Welche Gedan­ken kommen auf? Beob­achte alle Emp­fin­dun­gen genau und lenke die Auf­merk­sam­keit immer wieder zu deinem Atem zurück. Du kannst in Stille medi­tie­ren oder mit­hilfe einer gelei­te­ten Medi­ta­tion, zum Bei­spiel per App. Eine andere Mög­kich­keit ist, sich posi­tive Affir­ma­tio­nen in Gedan­ken auf­zu­sa­gen. Diese sollen nega­tive Glau­bens­sätze und innere Blo­cka­den lösen, indem das Unter­be­wusst­sein neu pro­gram­miert wird. So können bestimmte Ziele ein­fa­cher erreicht werden.

meditieren


2. Schrei­ben

Eine wei­tere tolle Übung, um sich ganz mit sich selbst zu beschäf­ti­gen, ist das Schrei­ben. Egal, in wel­cher Form. Diese krea­tive Auf­gabe am Morgen gibt uns das Gefühl, bereits etwas erschaf­fen zu haben und alle wei­te­ren To-Do’s des Tages werden garan­tiert ein­fa­cher von der Hand gehen. Viel­leicht kannst du die Zeit nutzen, um regel­mä­ßig Tage­buch zu schrei­ben. Abends ist es schwie­ri­ger, sich noch­mal dafür hin­zu­set­zen, weil man oft am liebs­ten nach einem langen Tag ein­fach nur ins Bett fallen möchte. Eine andere Mög­lich­keit ist es, auf­zu­schrei­ben, wofür du dank­bar bist. Nichts ver­setzt einen so schnell in ein posi­ti­ves Mind­set, als den Fokus darauf zu lenken, was man schon hat! Woll­test du schon immer mal einen Roman schrei­ben? Jeden Morgen eine Seite und du hast in einem Jahr ein 365 Seiten dickes Buch fertig, so ganz neben­bei. Oder du machst es wie ich gerade und nutzt die Zeit zum blogg­gen!

3. Bewe­gen

Ja, sich jeden Morgen die Lauf­schuhe anzu­zie­hen und eine Runde joggen zu gehen ist erst­mal eine große Über­win­dung. Aber das Gefühl, das man wäh­rend­des­sen und danach bekommt – ein­fach unschlag­bar! Von den gesund­heit­li­chen Vor­tei­len mal ganz abge­se­hen. Wem das zu viel ist, kann die Ein­heit mit einer Yoga-Ses­sion oder einem Mor­gen­spa­zier­gang erset­zen. Kreis­lauf und Stoff­wech­sel kommen in Schwung, Endor­phine werden aus­ge­schüt­tet und man wird resis­ten­ter gegen Stress. Wer braucht da noch Kaffee, um wach zu werden? Es dauert übri­gens 21 Tage, um eine neue Gewohn­heit zu eta­blie­ren. Durch­hal­ten lohnt sich also! Ich habe bereits von vielen Freun­den gehört, wie sehr sie sich am Anfang mit dem mor­gend­li­chen Lauf­run­den gequält haben… und nach einer Zeit nicht mehr drauf ver­zich­ten konn­ten!

4. Lesen und Hören

Du fin­dest manch­mal zu wenig Zeit, um Bücher zu lesen? Dann nutze die extra Zeit am Morgen! Egal ob Lie­bes­ro­man oder Sach­buch, Tages­zei­tung oder Texte für die Uni. Es för­dert die Kon­zen­tra­tion, Krea­ti­vi­tät, erwei­tert den Hori­zont, sorgt für Ent­span­nung und ist gut für die Seele! Alter­na­tiv kannst du es dir auch mit einem Tee gemüt­lich machen einem Pod­cast lau­schen.

5. Früh­stü­cken

Ohne Früh­stück gehe ich nicht aus dem Haus! Wenn ich ver­schlafe und keine Zeit dafür habe, bekomme ich schlechte Laune. Des­halb liebe ich es, mir beson­ders viel Zeit dafür zu nehmen. Es ist mitt­ler­weile wirk­lich ein Ritual, das ich total genieße. Ich bin kein Fan davon, neben­bei zu essen oder gar in der S-Bahn auf dem Weg zur Uni. Ein warmes, lie­be­voll zube­rei­te­tes Por­ridge mit viel Obst ist zum Bei­spiel ein wahres Soul­food! Man ver­sorgt den Körper gleich mit wich­ti­gen Vit­ami­nen, Pro­tein und Bal­last­stof­fen, die lange satt machen. Da ich mir selber nichts ver­biete, gönne ich mir natür­lich auch Bröt­chen, Crois­sants & Co, wenn mir danach ist. Ein gutes Früh­stück hilft mir wirk­lich, glück­li­cher in den Tag zu star­ten.

fruehstueck


Dieser Arti­kel ist zuerst auf dem Blog Glücks­sor­bet erschie­nen.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Mit Acht­sam­keit den Tag begin­nen
7Mind kos­ten­los star­ten


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Bild: Jannis Brandt auf Uns­plash