Von Sarah Schömbs

Fühlst du dich manch­mal durch den Wind, schimpft dein inne­rer Rich­ter mit dir oder ertappst du dich dabei, deine jet­zige Situa­tion mit dem letz­ten Urlaubs-Ins­ta­gram-Post zu ver­glei­chen?

Den inne­ren Frie­den zu finden, ist manch­mal gar nicht so leicht. Inne­rer Frie­den bedeu­tet so viel wie im Ein­klang und in Har­mo­nie mit sich selbst zu leben.
Der innere Frie­den legt den Grund­stein dafür, auch im Außen Frie­den finden zu können und Frie­den in die Welt hin­aus­zu­tra­gen.

Inne­rer Frie­den ist erfahr­bar als eine Art innere Aus­ge­gli­chen­heit, Balance, eine Leich­tig­keit und Gelas­sen­heit, die sich vor allem in der Nicht-Bewer­tung und Annahme des eige­nen Seins wider­spie­gelt. Leicht gesagt, wenn man sorg­los an einer Strand­bar sitzt und die größte Sorge sich darum dreht, wel­ches Eis zuerst geges­sen werden möchte. Doch wie ist dieser innere Frie­den erfahr­bar in einem Alltag voller Pflich­ten und Ter­mi­nen? In diesem Arti­kel erfährst du, wie du Schritt für Schritt inne­ren Frie­den in deinen Alltag bringst und es schaffst, auch in all­täg­li­chen Situa­tio­nen lie­be­voll, gelas­sen und fried­voll zu sein. 

Schritt 1: Ver­glei­che und Bewer­tun­gen end­lich los­las­sen

Die erste Vor­aus­set­zung für inne­ren Frie­den ist das Erken­nen von Bewer­tun­gen und unnö­ti­gen Ver­glei­chen. Unsere Gedan­ken krei­sen, der all­ge­mei­nen Wis­sen­schaft zufolge, über­wie­gend um nega­tive Aspekte unse­res Lebens. Wir sind im Alltag getrie­ben durch Wün­sche, Ver­glei­che und Bewer­tun­gen. Dies führt dazu, dass Unzu­frie­den­heit in unse­rem Geist ent­steht. Wir sind unzu­frie­den mit dem was ist, weil wir ja nach dem stre­ben, was viel­leicht andere besit­zen, sich leis­ten können, usw. Wir kon­zen­trie­ren uns lieber auf das, was wir nicht sind/​was wir nicht haben, als auf die Fähig­kei­ten, Talente und Res­sour­cen, die uns aus­ma­chen.

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Durch das stän­dige Ver­glei­chen und Bewer­ten manö­vrie­ren wir uns tag­täg­lich selbst in eine Situa­tion des Defi­zits, des Man­gels. Wir erschaf­fen Man­gel­erfah­run­gen, selbst wenn gar kein echter Mangel erkenn­bar ist. Dadurch blo­ckie­ren wir die Mög­lich­keit, zufrie­den und glück­lich zu sein mit dem was ist, was uns aus­macht. Und schließ­lich blo­ckie­ren wir den Zustand des inne­ren Frie­dens.

Lenke also deine Gedan­ken immer wieder auf das Posi­tive, auf deine wun­der­vol­len Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten und erkenne den Ver­gleich oder die Bewer­tung, anstatt dem Gedan­ken eines bes­se­ren, opti­mier­ten Selbst zu ver­fal­len. Viel­leicht magst du dir gedank­lich ein­fach sagen: Aha, ich ver­glei­che mich.”. 

Schritt 2: Ankom­men im Hier und Jetzt

Eine wei­tere Vor­aus­set­zung für den inne­ren Frie­den ist das Ankom­men im Hier und Jetzt.
Das tag­täg­li­che Gedan­ken­ka­rus­sell führt dazu, dass wir unse­ren Fokus ent­we­der auf das rich­ten, was war oder auf das, was noch sein wird. Wir bewer­ten lieber die Ver­gan­gen­heit und ver­fal­len den Wün­schen der Zukunft, als den Moment, der gerade geschieht, zu erle­ben. Acht­sam im Hier und Jetzt anzu­kom­men hilft uns, weni­ger zu ana­ly­sie­ren und mehr zu erfah­ren.

Schritt 3: Jeder Mensch ist anders

Auf dem Weg zum inne­ren Frie­den spielt auch der Umgang mit unse­rem Umfeld eine große Rolle. Genauso wie du nicht in die kon­ti­nu­ier­li­che Bewer­tung der eige­nen Person gehen soll­test, kannst du auf­hö­ren, andere Per­so­nen zu kri­ti­sie­ren, ihr Ver­hal­ten zu bewer­ten oder sogar ändern zu wollen. Gehe auch hier in die Annahme und Akzep­tanz, dass jede Person unter­schied­lich ist. Jeder Mensch ist ein Indi­vi­duum und besitzt eigene Gefühle, Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten und Poten­ziale. Es wäre doch lang­wei­lig, wenn jeder Mensch auf diesem Pla­ne­ten Scho­ko­la­den­pud­ding essen würde. 

Inne­ren Frie­den finden mit Acht­sam­keit:
7Mind kos­ten­los star­ten


Schritt 4: Ver­ge­bung prak­ti­zie­ren — dir selbst und ande­ren gegen­über

Viel­leicht exis­tiert sogar eine Person aus deiner Ver­gan­gen­heit, mit der du dich gestrit­ten hast oder mit wel­cher du unlieb­sam aus­ein­an­der gegan­gen bist.
Spüre einen Moment in dich hinein.
Auch diese unge­klärte Bezie­hung oder Situa­tion kann dich daran hin­dern, inne­ren Frie­den im Hier und Jetzt erfah­ren zu können.

Ein Weg, die Situa­tion auf­zu­lö­sen ist die Ver­söh­nung. Viel­leicht magst du dem Men­schen eine gedank­li­che oder auch phy­si­sche Frie­dens­bot­schaft senden? Ver­söh­nung bedeu­tet nicht, einen gemein­sa­men Nenner zu erzwin­gen. Ver­söh­nung bedeu­tet manch­mal ein­fach die Situa­tion, den Umstand, so anzu­neh­men wie er ist und zu signa­li­sie­ren, dass man dem Gegen­über nichts Böses möchte. Es gibt Phasen, in denen sich Men­schen aus­ein­an­der­le­ben, es exis­tie­ren Momente, in denen kein Kom­pro­miss gefun­den werden kann und in denen unter­schied­li­che Wege ein­ge­schla­gen werden. Wich­tig ist, dass dieser Umstand dich nicht davon abhält, glück­lich zu sein und du trotz dessen inne­ren Frie­den erfah­ren kannst. 

Inne­rer Frie­den bedeu­tet, im Ein­klang mit dir selbst zu sein. Inne­rer Frie­den bedeu­tet Liebe, Zufrie­den­heit, Annahme und Akzep­tanz zu kul­ti­vie­ren. Und schließ­lich mit dieser Liebe, Annahme und Akzep­tanz nach Auße zu treten.
Und schon ist inne­rer Frie­den nicht mehr abs­trakt son­dern für jeden greif — und erfahr­bar.

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Inne­ren Frie­den finden mit Medi­ta­tion
7Mind kos­ten­los star­ten


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