von Helena Pabst

Früher aufstehen, mehr Lesen, eine neue Sprache lernen – Die Gründerin und Bloggerin Belle Beth Cooper führt in ihrem Erfahrungsbericht “How to be successful at everything vier Prinzipien auf, die ihr geholfen haben, neue Routinen in ihren Alltag zu integrieren, basierend auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Natürlich ist der Titel eine bewusste Übertreibung und soll niemanden anregen in “allem” nach Erfolg zu streben. Erst einmal solltest du dir Vorsätze suchen, die dir wirklich gut tun – indem du dich auf deine Stärken besinnst und dir die richtigen Ziele setzt. Doch anschließend können die folgenden Tricks dir helfen, dein Vorhaben auch durchzuziehen. Indem du Routinen bildest!

1. Fang klein an – wirklich ganz ganz klein

Wie wir schon zum Thema “gute Vorsätze” erläutert hatten, führen meistens nicht die ganz großen Vorhaben zum Ziel, sondern viele kleine Schritte, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und dich nach und nach an neue Gewohnheiten heranführen. Oft nehmen wir uns viel zu viel auf einmal vor – gerade jetzt zum neuen Jahr. Eben noch ein Morgenmuffel wollen wir plötzlich jeden Morgen um 7 auf der Yogamatte stehen oder eine halbe Stunde laufen gehen. Dass solche Pläne schnell dazu führen, dass man sich drückt, Ausreden sucht und es dann ganz sein lässt, ist eigentlich wenig überraschend.

Versuch es stattdessen in kleinen Schritten. Wenn es sein muss, wirklich in winzig winzig winzig! kleinen. Du stehst normalerweise um 8 auf? Mach 7:55 draus und such dir 2-3 Übungen, mit denen du gerne in den Tag startest. Ob das drei Sonnengrüße sind oder ein paar Liegestütze, fang klein an. Wenn du einmal Lust auf mehr hast, ist das natürlich erlaubt, aber erst einmal zählt auch das Einhalten der kleinen neuen Routine als Erfolg – über den du dich richtig freuen darfst. Erst wenn du merkst, dass daraus ein echter Automatismus geworden ist, der dich keine Energie mehr kostet, setz noch ein wenig obendrauf – und stell dir zum Beispiel den Wecker auf 7:50.

2. Eins nach dem anderen

Wir wollen nicht nur in riesigen Schritten vorankommen, wir wollen oft auch alles auf einmal. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Genauso wenig wie unser Gehirn in der Lage ist, “Multitasking” zu bewältigen, kann es verschiedene Gewohnheiten zugleich etablieren. Also mach dir in Ruhe Gedanken, welche Ziele du dir setzen möchtest und versuch dann, dich jeweils auf nur ein Vorhaben zu konzentrieren.

Studien zufolge dauert es in etwa zwei Monate, bis eine neue Gewohnheit wirklich gefestigt ist. Also konzentriere dich auf eine Sache und zieh sie durch. Dann wird sie dir auch gelingen. Erst wenn eine echte Selbstverständlichkeit daraus geworden ist, machen neue Vorhaben Sinn. Cooper berichtet beispielsweise, wie sie jeden Morgen beim Kaffee wenigstens eine (5-minütige) Lektion in einer Sprachlern-App absolviert hat, um ihr Französisch zu verbessern. Inzwischen beherrscht sie nach Angaben der App 41 Prozent der Sprache.

Schritt für Schritt meditieren lernen:

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3. Mach es dir so leicht wie möglich

Neue Routinen kosten Überwindung. Deshalb mach es dir so bequem wie möglich. Leg dir die Yogamatte (oder das Meditationskissen) einfach direkt neben das Bett, das Smartphone mit der Sprach-App auf den Frühstückstisch oder stell das Trainingsfahrrad vor den Fernseher anstatt in die dunkelste Ecke des Gästezimmers.

Solche kleinen Änderungen können schon den entscheidenden Unterschied machen, der dir hilft, ein Vorhaben tatsächlich in die Tat umzusetzen.

4. Nutze alte Routinen für neue

Und schließlich: Nutze deine alten Routinen. Denn wir alle haben mehr Routinen als wir denken. Höchstwahrscheinlich stehst du jeden Morgen ungefähr zur gleichen Zeit auf, kochst dir auf die gleiche Weise den Kaffee oder Tee, fährst den gleichen Weg zur Arbeit und so weiter. Diese Routinen kannst du nutzen, um sie mit neuen zu verknüpfen.

Ob du direkt nach dem Kaffee kochen deine Lektion des Tages lernst oder den einen Zeitungsartikel liest, den du dir vorgenommen hast, beim Zähneputzen den Bauch anspannst oder eine Station des Arbeitswegs zu Fuß gehst. Bestehende Routinen machen es leichter, neue zu etablieren. Denn der Auslöser ist bereits gespeichert. Noch etwas obendrauf zu setzen ist dann viel einfacher als etwas vollständig neues zu etablieren.

Also auch wenn niemand von uns in allem erfolgreich sein muss (oder will), wenn du Vorsätze für das neue Jahr hattest und langsam merkst, dass sie nicht so leicht durchzuhalten sind, versuch es einfach noch einmal aufs neue – in kleinen Schritten, die die Macht der Routine nutzen.

Schritt für Schritt zur Meditationsroutine:

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