von Alex­an­dra Gojowy

Mit wel­chen Vor­sät­zen bist du ins Jahr 2017 gestar­tet? Wenn du darauf keine Ant­wort mehr weißt, geht es dir genauso wie den meis­ten Men­schen. Wahr­schein­lich hast auch du das Gefühl, dass dieses Jahr mal wieder unge­wöhn­lich schnell vor­bei­gerauscht ist und erin­nerst dich nur noch an die High­lights, wie zum Bei­spiel den Som­mer­ur­laub, eine neue Liebe oder den beruf­li­chen Erfolg. Letz­tes Jahr haben wir dich auf­ge­for­dert, her­aus­zu­fin­den, was dich wirk­lich antreibt. Im Mit­tel­punkt stan­den deine Grund­werte und wie du auf Basis deiner indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse deine per­sön­li­chen Ziele errei­chen kannst. 

Das Jahr 2017 ist nur noch wenige Wochen alt. Des­halb fragen wir dich heute erneut: Wie nah bist du deinen eige­nen Werten gekom­men? Wenn du dir immer noch unsi­cher bist, wo du deinen Fokus setzen sollst und wie du dich lang­fris­tig moti­vie­ren kannst, können dir die fol­gen­den Tipps helfen, Ziele zu finden, die wirk­lich zu dir passen. Mit dem Prin­zip der Acht­sam­keit und und deinen ganz per­sön­li­chen Werten. 

Die intrin­si­sche Moti­va­tion ent­de­cken

Die intrin­si­sche Moti­va­tion ist ein Begriff aus der Psy­cho­lo­gie und wird als eine innere, aus sich selbst ent­ste­hende, Moti­va­tion ver­stan­den. Im Gegen­satz zur extrin­si­schen Moti­va­tion, die stark von äuße­ren Anrei­zen abhängt, werden intrin­sisch moti­vierte Tätig­kei­ten um ihrer selbst Willen aus­ge­führt. Abzu­neh­men ist bei­spiels­weise der belieb­teste Vor­satz für das neue Jahr – Und auch der frus­trie­rendste. Oft sind es beson­dere Anlässe, die uns dazu moti­vie­ren, ein paar Kilos zu ver­lie­ren. Unter den Klas­si­kern sind beson­dere Events, die für das kom­mende Jahr geplant sind, wie zum Bei­spiel Hoch­zei­ten, Som­mer­ur­laube oder Klas­sen­tref­fen. Leider geht aber auch oft die Lebens­freude ver­lo­ren. Denn die Moti­va­tion, Gewicht zu ver­lie­ren, bezieht sich dann auf rein äußer­li­che Anreize. Auch der Wunsch, einem gesell­schaft­li­chen Ideal oder Fit­ness-Vor­bild näher zu kommen oder dem/​der Partner/​in zu gefal­len, ist auf ein bestimm­tes Ziel aus­ge­rich­tet. An sich ist das nichts Schlech­tes! Trotz­dem sind solche Ziele rela­tiv starr und unfle­xi­bel. Wenn man eine bestimmte Kilo­an­zahl fest­legt oder auf ein bestimm­tes Datum hin­ar­bei­tet und diesem Anspruch nicht gerecht wird, kann der Frust am Ende groß sein. So demo­ti­viert man sich lang­fris­tig und erreicht das Gegen­teil von dem, was der gute Vor­satz eigent­lich bezwe­cken sollte. Zeit, den Fokus nach innen zu rich­tien.

Was willst du eigent­lich?

Die viel­leicht schwie­rigste Frage wird nur selten gestellt: Was willst du eigent­lich? Die wenigs­ten haben darauf eine spon­tane Ant­wort parat. Kein Wunder, denn die Frage greift wesent­lich tiefer, als es auf den ersten Blick scheint. Was du wirk­lich willst, hängt näm­lich von einem kom­ple­xen Zusam­men­spiel aus Bedürf­nis­sen, Wün­schen und deiner intrin­si­schen Moti­va­tion ab. Wenn es dir dieses Jahr wieder nicht gelun­gen ist, deine Vor­ha­ben lang­fris­tig in die Tat umzu­set­zen, könnte das einen simp­len Grund haben: Deine Vor­sätze waren zu weit von deinen Grund­wer­ten ent­fernt.

Ver­hal­tens­for­scher konn­ten mitt­ler­weile bele­gen, dass Werte uns viel stär­ker moti­vie­ren als starre Vor­sätze. Wer intrin­sisch moti­viert ist, rich­tet sein Ver­hal­ten nicht nach einem fina­len Ziel aus. Viel­mehr ist es das Ver­hal­ten selbst, das einen moti­viert. Wel­ches Ver­hal­ten du für dich selbst als gut und rich­tig bewer­test, ist hoch indi­vi­du­ell und hängt vor allem von den Grund­wer­ten ab. Deine Werte rich­ten sich nach deinen Bedürf­nis­sen und so wird auch die intrin­si­sche Moti­va­tion von man­chen Psy­cho­lo­gen als ein Kon­zept ver­stan­den, das auf dem Bedürf­nis nach Selbst­be­stim­mung” basiert. Selbst­be­stim­mung dar­über, wie man sein Leben aus­rich­tet und welche Werte man in seinen Alltag inte­griert. Am Bei­spiel der Gesund­heit lässt sich ein­fach erklä­ren, warum es wich­tig ist, sich an Grund­wer­ten zu ori­en­tie­ren und welche Vor­teile dieser Ansatz gegen­über kurz­fris­ti­ger Neu­jahrs­vor­sätze hat.

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Gesund­heit statt Gewichts­ver­lust

Statt immer wieder mit dem Schwei­ne­hund zu kämp­fen, kannst du dich auf deine Werte kon­zen­trie­ren und so den Frust in lang­fris­tige Moti­va­tion ver­wan­deln. Wie das geht? Indem du dich darauf besinnst, was wirk­lich zählt. Und dir die Macht der intrin­si­schen Moti­va­tion zunutze machst. Nur so kannst du lang­fris­tig an deinen Vor­ha­ben fest­hal­ten und vor allem den Weg zum Ziel genie­ßen, der die genuss­volle Erfah­rung des Tuns mit ein­schließt. Statt Gewichts­ver­lust in den Vor­der­grund zu stel­len, kannst du dich zum Bei­spiel auf Gesund­heit oder ein erhöh­tes Wohl­be­fin­den kon­zen­trie­ren. Gesund­heit ist sehr viel fle­xi­bler und intui­ti­ver als bloße Gewichts­ab­nahme, denn Gesund­heit schließt auch das men­tale Wohl­füh­len mit ein. Wenn dir also nach einem aus­gie­bi­gen Früh­stück mit Crois­sants und Scho­ko­la­den­auf­strich ist, dann darfst du dir das erlau­ben. Es geht näm­lich nicht mehr nur um schnelle Erfolge. Gesund­heit ist ein Grund­be­dürf­nis, ein Grund­wert, nach dem du dein ganzes Leben aus­rich­ten kannst. Wenn du dir dar­über bewusst wirst, dass dir Gesund­heit beson­ders wich­tig ist, kannst du anschlie­ßend Ziele defi­nie­ren, die Spaß machen, moti­vie­ren und lang­fris­tig dein Bedürf­nis nach Gesund­heit befrie­di­gen.

Ziele mit Sinn

Wie kommst du nun von deinen Grund­wer­ten zu kon­kre­ten Zielen? Blei­ben wir bei dem Bei­spiel der Gesund­heit. Schau dir an, welche Berüh­rungs­punkte dieser Grund­wert mit deinem Alltag hat und wo du ihn stär­ker her­vor­he­ben kannst. Wenn du gesund leben möch­test, musst du dich nicht zu einer bestimm­ten Diät oder stun­den­lan­gen Ein­hei­ten auf dem Lauf­band zwin­gen. Außer, es kommt ganz natür­lich aus dir heraus und du emp­fin­dest wirk­lich Freude dabei! Gesund­heit heißt aber vor allem Balance, auf deren Basis sich ganz leicht Vor­ha­ben ablei­ten lassen, die du jeden Tag umset­zen kannst. So kannst du dich ein­fach öfters mal für die Treppe statt den Fahr­stuhl ent­schei­den oder das Fahr­rad statt den Bus nehmen. Wenn es dir mög­lich ist und du viel am Schreib­tisch sitzt, kannst du dir bei­spiels­weise ange­wöh­nen, einige Zeit des Tages im Stehen zu arbei­ten und so etwas für die Rücken­ge­sund­heit tun! Ob du Ziele gefun­den hast, die zu dir passen, erkennst du vor allem daran, ob du Wege fin­dest, sie im Alltag wirk­lich umzu­set­zen. Wo ein Wille ist, ist auch…” – Du kennst den Rest. 

Egal, welche Ziele du für 2018 im Kopf hast, frage dich, ob es sich um kurz­fris­tige Vor­sätze han­delt oder lang­fris­tige Vor­ha­ben, die sich an deinen inne­ren Werten ori­en­tie­ren. Mit dem 7Mind Wer­te­test kannst du ganz leicht her­aus­fin­den, welche inne­ren Über­zeu­gun­gen für dich eine Rolle spie­len. So bleibst du dau­er­haft moti­viert, beugst Stress und unnö­ti­gem Frust vor und kommst Schritt für Schritt näher zu dir. Für ein Jahr, das zu dir passt!

Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:

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(Bild: Denny Luan auf Uns­plash)