Im letz­ten Bei­trag haben wir uns mit Selbst­mit­ge­fühl im All­ge­mei­nen beschäf­tigt. Dies­mal wollen wir dir eine kon­krete Übung vor­stel­len, wie du mehr Mit­ge­fühl für dich selbst ent­wi­ckelst. Und zwar indem du kri­ti­sche Selbst­ge­sprä­che und Gedan­ken änderst.

(1) Selbst­kri­tik erken­nen

Der erste Schritt, um mehr Selbst­mit­ge­fühl zu ent­wi­ckeln, ist natür­lich zu erken­nen, dass du gerade selbst­kri­tisch bist. Für die meis­ten Men­schen ist die kri­ti­sche innere Stimme so gewohnt, dass wir uns erst mal schwer tun, sie über­haupt wahr­zu­neh­men.

Dafür musst du ein biss­chen mehr deiner Auf­merk­sam­keit auf deine Gefühle rich­ten. Und wann auch immer du merkst, dass du dich schlecht fühlst, stell dir selbst diese kurze Frage: Was habe ich gerade zu mir gesagt? War meine innere Stimme kri­tisch oder freund­lich zu mir?

Viel­leicht fühlst du dich schlecht, weil du gerade einen Scho­ko­la­den­muf­fin geges­sen hast, obwohl du ja eigent­lich auf deine Kalo­ri­en­zu­fuhr achten woll­test. In Momen­ten wie diesen hast du die Chance, deine kri­ti­sche Stimme besser kennen zu lernen.

(2) Der kri­ti­schen inne­ren Stimme begeg­nen

Im zwei­ten Schritt gilt es dann, dieser kri­ti­schen inne­ren Stimme bewusst ein wenig Posi­ti­ves ent­ge­gen­zu­brin­gen. Anstatt uns selbst zu ver­ur­tei­len, können wir ver­su­chen, uns ein wenig Freund­lich­keit und Mit­ge­fühl zukom­men zu lassen. 

Typi­scher klingt die innere kri­ti­sche Stimme in etwa so: Oh ich (Schimpf­wort), jetzt hab ich mich schon wieder nicht zurück­hal­ten können. Ich werde es nie schaf­fen abzu­neh­men…“. Darauf kannst du dieser Stimme ent­geg­nen: Ich weiß, du meinst es gut mit mir, aber dieser scharfe Ton hilft jetzt nicht weiter.“

(3) Die freund­li­che innere Stimme stär­ken

Am Schluss kannst du ver­su­chen, deine innere freund­li­che, mit­füh­lende Stimme ein wenig zu stär­ken. Wenn du dir damit schwer tust, denke daran, was ein guter Freund in diesem Moment zu dir sagen würde. Du könn­test zum Bei­spiel in freund­li­chen Stimme zu dir sagen: Okay, du hast diesen Muffin jetzt geges­sen. Ich weiß, du dach­test, dass du dich danach besser fühlen wirst. Aber jetzt stehst du da und fühlst dich erst recht schlecht. Wie wäre es mit einem kurzen Spa­zier­gang?“

Du musst dich nicht von Anfang an wohl mit dieser neuen Stimme fühlen. Und doch wirst du sehen, dass sie dir mit der Zeit mehr und mehr ver­traut wird. Denn sie unter­stützt dich, anstatt dir Steine in den Weg zu legen.

Selbst­mit­ge­fühl ent­wi­ckeln durch Medi­ta­tion:
7Mind kos­ten­los star­ten




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