Von Alex­an­dra Gojowy

Ein bekann­tes Sprich­wort besagt: Selbst­iro­nie bedeu­tet, sich so durch den Kakao zu ziehen, dass er noch schmeckt. Das ist oft gar nicht leicht, denn unser Ego kann es gar nicht leiden, wenn wir uns über die eigene Person lustig machen. Dabei können wir gerade im Winter den einen oder ande­ren Lach­an­fall gut ver­tra­gen, denn der wärmt von innen und schützt sogar vor Kritik von außen! Neu­ro­lo­gin und Psych­ia­te­rin Prof. Dr. Bar­bara Wild sagt: Wer über sich selbst lachen kann, muss den Spott ande­rer nicht fürch­ten. Sich nicht so wich­tig zu nehmen, sich und ande­ren Fehler und Schwä­chen zuzu­ge­ste­hen, ent­spannt und macht gelas­sen”.

Mehr als nur lustig

Humor­volle Men­schen sind nicht nur ent­spann­ter, son­dern pro­fi­tie­ren auch von ande­ren psy­cho­lo­gi­sche Vor­tei­len. Eine Studie der San Diego State Uni­ver­si­tät aus dem Jahr 1977 kam zu dem Ergeb­nis, dass sich Stu­den­ten besser an die Inhalte einer Vor­le­sung erin­nern können, wenn der Lern­stoff gemein­sam mit lus­ti­gen Anek­do­ten oder humor­vol­len Kom­men­ta­ren ver­mit­telt wird. Humor kann also in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit der Gedächt­nis­leis­tung stehen. 

Sich etwas Lus­ti­ges anzu­hö­ren, mag wohl jeder gerne. Anders sieht es aus, wenn sich der Witz auf die eigene Person bezieht. Eine Umfrage aus dem Jahr 2009 ergab, dass ledig­lich 12 Pro­zent der Befrag­ten ab und zu über sich selbst lachen. Dabei ist Selbst­iro­nie ist nicht nur eine Kunst, son­dern tat­säch­lich gesund. Men­schen, die über sich selbst lachen können, haben ein ent­spann­te­res Ver­hält­nis zu den eige­nen Makeln und sind schnel­ler geneigt, Ärger und Frust in Humor umzu­wan­deln. Die beste Medi­zin gegen stres­sige Momente ist tat­säch­lich, sich der Situa­tion voll und ganz hin­zu­ge­ben und einem klei­nen Miss­ge­schick auch mal mit Hei­ter­keit zu begeg­nen. Psy­cho­lo­gen, Medi­zi­ner und Sozi­al­wis­sen­schaft­ler sind sich mitt­ler­weile einig, dass Humor sogar einen posi­ti­ven Effekt auf das Immun­sys­tem haben kann. Außer­dem werden Schmer­zen weni­ger inten­siv wahr­ge­nom­men, wenn man lacht.

Gelas­se­ner werden durch Medi­ta­tion:
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Welt­spra­che Humor

Ein wei­te­rer Vor­teil: Humor ist sozia­ler Kleb­stoff und ver­bin­det Men­schen über Gene­ra­tio­nen und Natio­nen hinweg. Men­schen, die viel lachen, werden als sym­pa­thisch und cha­rak­ter­stark ein­ge­schätzt, außer­dem wird ihnen eine höhere soziale Kom­pe­tenz nach­ge­sagt. Das bedeu­tet natür­lich nicht, dass man ab jetzt keinen schlech­ten Tag mehr haben darf. Trotz­dem sollte man sich ab und zu daran erin­nern, dass der Ernst des Lebens” auch mal Pause machen darf.

Humor und Gelas­sen­heit inspi­rie­ren nicht zuletzt auch die Krea­ti­vi­tät! Wir möch­ten euch drei wit­zige Künst­ler vor­stel­len, die echte Meis­ter der Selbst­iro­nie sind und uns mit char­man­ten und selten ernst­ge­mein­ten Reprä­sen­ta­tio­nen von sich, ihrer Arbeit oder ihres All­tags immer wieder aufs Neue ver­gnü­gen.

Humor und Gelas­sen­heit inspi­rie­ren nicht zuletzt auch die Krea­ti­vi­tät! Wir möch­ten euch drei wit­zige Künst­ler vor­stel­len, die echte Meis­ter der Selbst­iro­nie sind und uns mit char­man­ten und selten ernst­ge­mein­ten Reprä­sen­ta­tio­nen von sich, ihrer Arbeit oder ihres All­tags immer wieder aufs Neue ver­gnü­gen.

Celeste Barber

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Quelle: Celeste Barber

Egal, ob ver­ruchte Sel­fies in der Dusche, absurde Ver­ren­kun­gen oder der Ritt auf einem Spiel­zeug­pferd: Cele­bri­ties rut­schen wäh­rend Foto­shoo­tings nicht selten in Absur­di­tä­ten ab. Was einem zunächst nicht auf­fällt, wird spä­tes­tens dann klar, wenn eine wun­der­bar nor­male Frau ver­sucht, diese Posen nach­zu­stel­len. Celeste Barber hat es sich zur Auf­gabe gemacht, Stars und Wer­be­fo­tos auf die Schippe zu nehmen, indem sie die Bilder wieder zurück in die Rea­li­tät holt. Ohne Scham und mit viel Selbst­iro­nie zeigt sich die Aus­tra­lie­rin auf ihrem Ins­ta­gram-Account, mit dem sie nach eige­ner Aus­sage bis heute kein Geld ver­dient. Ihre schöns­ten Posts findet ihr außer­dem hier.

Sarah Ander­sen

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Im Herzen Teen­ager! Sarah Ander­sen scrib­belt seit 2011 über ihr Leben als Mill­en­nial und die unter­schied­li­chen und nicht immer ein­fa­chen Lebens­pha­sen auf dem Weg zu einer erwach­se­nen Frau. Dabei lacht sie nicht nur über die eige­nen Beson­der­hei­ten, son­dern auch die ihres Part­ners und sogar ihrer Katze. In Sarahs Comic wird sich jeder wie­der­fin­den, der schon einmal eine Prä­sen­ta­tion vor vielen frem­den Men­schen halten musste, sich in sozia­len Situa­tio­nen öfters unwohl fühlt und keine Angst davor hat, auch mal der Nerd” zu sein.

Wenn Texter zeich­nen

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Seit gut drei Jahren tun unter­schied­li­che Texter und Chef­re­dak­teure auf der Face­book Seite Wenn Texter zeich­nen” das, was sie am wenigs­ten können: Zeich­nen. Mit viel Wort­witz, Ironie und Sar­kas­mus setzen sie Wort­spiele und Deng­lish” in kleine Gra­fi­ken um, über die man garan­tiert schmun­zeln muss. 

Humor und Acht­sam­keit weisen tat­säch­lich viele Par­al­le­len auf, wenn es um die Aus­wir­kun­gen auf unse­rer kör­per­li­che und Geis­tige Ver­fas­sung geht. Acht­sam­keits­trai­ning hat eben­falls die Eigen­schaft, Gelas­sen­heit zu schen­ken, die Gesund­heit und auch die Bezie­hung zu uns selbst und ande­ren zu ver­bes­sern. Die per­fekte Kom­bi­na­tion gegen Win­ter­blues!

Glück im Hier und Jetzt mit Acht­sam­keit:
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Die Pod­cast­folge zum Impuls der Woche:


Bild­quelle: Eye for Ebony auf Uns­plash

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