Regelmäßiges Achtsamkeitstraining fördert die Konzentration, hilft im Umgang mit Emotionen, ist gut für die Gesundheit und für den Umgang miteinander. All diese Erkenntnisse sind in Unternehmen und sogar der deutschen Nationalmannschaft inzwischen angekommen. Also wieso nicht in der Schule?

Vielversprechende Ergebnisse

Das dachten sich auch die Lehrer eines Gymnasiums in Essen und begannen 2014 damit, Meditation probeweise im Unterricht einer fünften Klasse einzusetzen. Anstatt in den Förderunterricht setzten sie ihre Schüler zweimal wöchentlich zu Achtsamkeitsübungen in einen Stuhlkreis. Dabei nutzten sie einfache Techniken wie die Fokussierun auf den Atem, die "Reise durch den Körper" und ergänzende Yoga-Übungen

Begleitet wurde der Versuch von Wissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, die Ruhe und Konzentrationsfähigkeit der Schüler nach diesen Einheiten testeten und mit den Ergebnissen anderer Schüler verglichen. Die genauen Ergebnisse sollen in Fachmagazinen publiziert werden. Erste Einschätzungen waren aber vielversprechend.

Weniger Störungen und Ablenkung

Auch den Lehrern zufolge sind die Störungen im Unterricht zurückgegangen und die Kinder deutlich weniger abgelenkt als ohne die Meditationseinheiten. Im Ergebnis hat die Schule beschlossen, von nun an alle Fünftklässler in Achtsamkeit zu schulen.

Auch die Krankenversicherung AOK sah dieses Vorhaben als zukunftsweisend an und zeichnete die Schule mit einem Förderpreis aus. Wir sind gespannt, ob sich ähnliche Initiativen auch an anderen Schulen durchsetzen.

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